Was gab es nicht schon alles für unglaubliche Programme zur Kundenbindung: Karten und Treueherzen, Punkte und Stempel, Buttons und Aufkleber. Alles nur, um Kundenbindung einerseits und Konsumentenanalyse andererseits durchführen zu können. Na klar: Wer immer wiederkommt und somit über längere Zeit beobachtet werden kann, der ist ein deutlich interessanteres “Objekt” als der Eintagsfliegenkunde.
Diese Programme sind zwar deutlich prominenter, von ihrem Umfang und Aufwand jedoch sicher vergleichbar mit der Evaluation von Personal, Filialen und Qualität der Beratungsgespräche. Doch zu schwierig scheint es wohl gewesen zu sein, Kunden zum Ausfüllen lästiger Feedbackbögen zu überreden, zu aufwendig, Scharen von Testeinkäufern zu kanalisieren.
Neue Wege werden jetzt beschritten: Bestellte ich doch unlängst bei meiner liebsten, Sterntaler-Kaffeehauskette einen Grande Vanilla Latte, bekam ich direkt die Quittung… in Form eines Codes, der, auf der richtigen Website eingegeben, die Evaluationsseite eröffnete. Mein Lohn? Das nächste kleine Heißgetränk gratis! Na, da macht man doch gerne mit! Schön gemütlich zu Hause auf dem Sofa, fernab vom Shoppingrummel das Kaffeeerlebnis Revue passieren lassen und ganz nebenbei dem System ein paar “”consumer insights” geben.
Heute war ich dann bei einer Fastfood-Kette. Nein, nicht die mit dem Doppelbogen – die andere (mit dem Grill). Ausnahmsweise – mache ich sonst NIE – fordere ich den Kassenbon an und siehe da: Schon wieder ein “Evaluationsbon”!
Ich bin sehr gespannt, welche Ketten noch auf diesen Zug aufspringen werden und welche “goodies” noch auf sich warten lassen…